Grußwort des IFV “Geiseltalsee” e.V. zur Seefreigabe am 11.08.2012

Vom Vorstand und von allen Mitgliedern des IFV “Geiseltalsee” e.V. übermittle ich Grüße und die besten Wünsche für den heutigen Tag und für die weitere Entwicklung zum Vorteil unserer Heimat   -   dem Geiseltal.

300 Jahre hat der Braunkohlenbergbau unser Geiseltal geprägt und landschaftlich tiefgreifend geformt.

20 Jahre lang haben wir mit viel Zuversicht und Optimismus die Sanierungsarbeiten der LMBV aufmerksam begleitet.

Seit über einem Jahr ist das Sanierungsziel - Schaffung des Geiseltalsees - erreicht, und ab heute sind die Voraussetzungen geschaffen, dass wir den Geiseltalsee nun auch nutzen können.

Es wird noch eine gewisse Zeit dauern, bis wir auf dem Wasser die ganze Schönheit unseres Geiseltalsees genießen und erleben können. Trotzdem  -  die heutige Teilfreigabe ist ein epochales Ereignis über welches wir uns riesig freuen!

Am heutigen Tag wird für unsere Geiseltaler Heimat im Buch der Geschichte ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen. Jetzt liegt es an uns selbst, dass wir dieses Kapitel mit dem Geiseltalsee fruchtbringend und nachhaltig zum Wohle unserer Heimat mit Leben erfüllen.

Ich wünsche allen Akteuren viel Kraft für die Bewältigung der neuen, oft unbekannten Aufgaben, und allen Besuchern und Wassersportlern wünsche ich viel Freude am und im Geiseltalsee !

 

 

Vorsitzende

 

Erstes Segel auf dem Geiseltalsee

Erste Kanufahrten auf dem Geiseltalsee

 

 

Neuer Landbote    7

DONNERSTAG, 31. Mai 2012

MITTELDEUTSCHE ZEITUNG

 

Mit Transparenten forderten Geiseltalsee-Anwohner am Mittwoch in Braunsbedra die sofortige See-Freigabe. (FOTO: PETER WÖLK)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leinen los zum Hafenfest ?

GEISELTALSEE   Das Land genehmigt eine Teilfreigabe für den Bereich Mücheln und Stöbnitz. Ab Ende Juli sind Baden und Wassersport erlaubt.

VON DIANA DÜNSCHEL

BRAUNSBEDRA/MZ.  Baden und Wassersport sind ab Ende Juli im Geiseltalsee möglich - zumindest im Bereich Mücheln und Stöbnitz bis zur Halbinsel und damit bis zum Bootsanleger des Interessen- und Fördervereins "Geiseltalsee". Das Ministerium für Wirtschaft Sachsen-Anhalt wird die Teilfreigabe für ein fünf Quadratkilometer großes Seegebiet genehmigen. Allerdings bleibt das Gewässer weiter unter Bergaufsicht. Außerdem gehören monatliche Böschungskontrollen und quartalsmäßige Messungen zum zukünftig vorgeschriebenen Überwachungsprogramm.

Das wurde am Donnerstagnachmittag nach der Sitzung der Arbeitsgruppe Wissenschaft und Wirtschaft der CDU-Landtagsfraktion in Braunsbedra bekannt gegeben. Teilnehmer waren Vertreter des Ministeriums, des Bergbausanierers LMBV, Gutachter, Saalekreis-Landrat Frank Bannert (CDU) und die Bürgermeister der Anrainerkommunen. Zwar spreche für den Bereich Braunsbedra nichts dagegen, dass der See dort auch einmal genutzt werden könne, fasste der Arbeitsgruppenvorsitzende Ulrich Thomas den Bericht der vom Land beauftragten Gutachter zur Böschungs-Sicherheit zusammen. Doch die Datenlage reiche im Moment noch nicht aus.

Wahrscheinlich könne Ende des Jahres dazu eine klare Auskunft gegeben werden. Sanierungsmaßnahmen seien erforderlich, um bereits eingetretene Rutschungsschäden an der Böschung zu beheben und die Standsicherheit dauerhaft herzustellen, ergänzte Staatssekretär Michael Richter vom Wirtschaftsministerium. "Das ist ein guter Tag für das Geiseltal und im Moment das Machbare", reagierte der Landrat. Der Kreis werde sich sputen, die Allgemeinverfügung zu erarbeiten. Darin wird dann genau stehen, wie und von wem der See genutzt werden darf, ob zum Beispiel nur Segel- oder auch Motorboote zugelassen werden.

Andreas Marggraf (parteilos), Bürgermeister von Mücheln, hatte gleich ein passendes Datum für den verspäteten Saisonstart parat: den 21. Juli, wenn das Hafenfest stattfindet. "Das heute sind sehr freudige Nachrichten. Wir haben alle lange genug dafür gekämpft", sagte er. Auch Braunsbedras Stadtoberhaupt Steffen Schmitz (CDU) zeigte sich nicht allzu sehr enttäuscht. Im Gegenteil. "Die Teilfreigabe ist ein großer Schritt nach vorn. Auch für den Bereich Braunsbedra besteht keine akute Gefahr. Natürlich ist es wichtig, jetzt schnell die noch notwendigen Erkenntnisse für eine künftige Nutzung zusammenzutragen. Doch bis dahin können wir die Segel zumindest sehen." Es sei ein historischer Tag, hieß es seitens der LMBV. "Die Gutachter haben unsere fachliche Meinung bestätigt. Wir werden jetzt mit ihnen weiter zusammenarbeiten und alles daran setzen, die Datenlage zu vervollkommnen", erklärte Klaus Zschiedrich, Prokurist und oberster Ingenieur der LMBV.

Vor dem Hotel am Markt Braunsbedra, wo das Treffen stattfand, brach nach der Verkündung der Teilfreigabe Jubel aus. "Jetzt knallen die Sektkorken", lachte Uwe Gibson, Chef einer örtlichen Segelschule. Gemeinsam mit der Familie Patzer, die in Stöbnitz einen Campingplatz errichten möchte, hatte er hier eine spontane Demonstration auf die Beine gestellt. "Geiseltalsee - nur gucken, nicht anfassen" und "Seefreigabe sofort" stand auf Bannern, die den Teilnehmern bei ihrer Ankunft entgegengehalten wurden. Die wurden natürlich sofort wieder zusammengerollt. "Gleich heute werden wir uns mit dem Ministerium in Verbindung setzen, um uns zu erkundigen, wie es mit unserem Fördermittelantrag für den Bau des überregionalen Strandbereichs Stöbnitz weitergeht", nahm sich Andreas Marggraf bei der Heimfahrt vor.

 

 


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Badestart am Geiseltalsee!